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Hallo liebe Eltern,

nun sind die Sommerferien zu Ende, worduch sich für Ihre Kinder und für Sie der Tagesrhythmus wieder ändert. Zum einen freuen Sie sich vielleicht über die zurückgewonnene Struktur des Alltags, zum Anderen wird für Sie die Begleitung der schulischen und emotionalen Herausforderungen wieder deutlicher in den Fokus rücen. Da dieses zuweilen sehr Kräfte zehrend sein kann, möchte ich Ihnen die Erweiterung meines lerntherapeutischen Angebotes vorstellen. Mir ist es ein Herzensanliegen, auch Sie als Eltern zu begleiten und Ihnen Möglichkeiten zu geben, ausgeglichen und fokussiert als Mensch und Eltern zu leben. Wer kennt es nicht, dass eigentlich banale Situationen oder ständig wiederkehrende Streitigkeiten das Fass zum Überlaufen bringen?

Mit der Methode Brain Gym® biete ich Ihnen die Möglichkeit, selbst gefundene Ziele aktiv zu erreichen. Wie dies konkret aussehen kann? Ein Beispiel: Vielleicht ist die Hausaufgabensituation mit Ihrem Kind schwierig und Sie werden schneller, als Sie eigentlich wollen, angespannt und laut. Ein Ziel könnte dementsprechend sein „Ich begleite mein Kind in der Hausaufgabensituation gelassen.“ Ich leite Sie an, kurze, einfache körperliche Übungen durchzuführen. Diese zeigen Ihrem Körper, der in engem Austausch mit Ihren Gefühlen und Gedanken steht, aus dem Stress herauszugehen. So können Sie diese Situation dauerhaft gelasssen im Alltag bewältigen. Meine Erfahrungen zeigen, dass dieser Ansatz eine gute Hilfe ist, das Leben in der Familie rund um das Thema Schule zu erleichtern.

Ihre Jennifer Beckmann

Natürlich nutze ich die Inhalte des Brain Gyms® auf für die Kinder, die ich betreue. Ich gebe den Kindern, neben den Übungen zur Arbeitshaltung, der Sinnesschärfung und den Lernstrategien, auch aktive Übungen zur Selbsthilfe (z.B. „Was kann ich machen, wenn ich den Inhalt eines Textes aufgrund des Lärmpegels in der Klasse fünfmal lesen muss.“) an die Hand.

Wenn ich Ihre Neugierde und Ihr Interesse für den Ansatz geweckt habe, melden Sie sich gerne! Ich würde mich freuen, wenn ich von Ihnen höre.

Neubau für die Krechtinger Straße

Nach der Automatensprengung in ihrer Filiale hat die Volksbank Rhede beschlossen das Haus abzureißen. Im Neubau wird es eine SB-Filiale mit der Sparkasse Westmünsterland einen Bäcker und eine Logopädie-Praxis geben.

Im Neubau an der Krechtinger Straße soll Platz für Geldautomaten, einen Bäcker und eine Logopädie-Praxis sein. (Grafik: Meier und Kohlruss)

Die Pläne für den Neubau des Volksbankgebäudes an der Krechtinger Straße stehen. Im BBV-Gespräch stellte Vorstand Andreas Terstegen sie vor. Wie bereits bekannt, wollen Volksbank und Sparkasse Westmünsterland eine gemeinsame Selbstbedingungsfiliale anbieten. Außerdem wird eine Filiale der Bäckerei Wissing und die Logopädie-Praxis Susanne Wolsing dort einziehen. Dazu seien die Verträge schon abgeschlossen, berichtet Terstegen. Derzeit läuft der Bauantrag, voraussichtlich könne im September mit den Abbrucharbeiten begonnen werden.

Im Oktober 2018 waren Unbekannte in die Volksbank-Filiale eingedrungen, hatten Gas in einen Geldautomaten geleitet und ihn so zur Explosion gebracht. Dabei wurde großer Schaden angerichtet, die Täter flüchteten aber ohne Beute. Bis dahin hatte die Filiale, in der es auch Berater und Schließfächer gab, bei der Volksbank Rhede nicht infrage gestanden. „Doch wenn die Situ ation da ist, muss man sie bewerten“, sagt Terstegen. Die Berater hätten nun an ihren Arbeitsplätzen in der Hauptstelle am Gildekamp eine gute Anbindung an die Fachabteilungen. „Was wichtig ist, ist eine gute, schnelle Geldversorgung an der Krechtinger Straße.“ Der Service sei der Volksbank wichtig. Ein Nebeneffekt werde sein, dass es dann auch weniger Parkdruck am Gildekamp gebe.

Der Neubau an der Krechtinger Straße, den das Rheder Architektur- und Ingenieurbüro Meier und Kohlruss geplant hat, wird eine ähnliche Fläche wie das be stehende Gebäude. Das dahinter liegende Gartengrundstück am Alten Postweg, das ebenfalls der Volksbank gehört, sei zunächst „Reserve“, sagt Terstegen. Es solle in nächster Zeit auch bebaut werden. „Zielsetzung ist ein Mehrfamilienhaus“, doch dazu müsse sich die Stadtverwaltung zunächst Gedanken machen, welche Nachverdichtung in dem Wohngebiet möglich sein soll. Der Bebauungsplan müsse dazu überarbeitet werden. „Uns ist daran gelegen, passend zu bauen. Wir haben den Prozess in Gang gesetzt, aber wir haben keine Hektik.“

Außerdem sollen Wohnungen mit Dachterrassen entstehen. (Grafik: Meier und Kohlruss)

Im Erdgeschoss des nun geplanten Gebäudes wird die kombinierte Selbstbedienungsfiliale nur etwa 25 Quadratmeter einnehmen. Für die Bäckerei Wissing sind circa 90 Quadratmeter geplant. Und schließlich wird auch die Logopädie-Praxis, die sich derzeit im Rathaus befindet, Platz finden. Es sei von der Verwaltung angesprochen worden, dass sie selbst in den kommen den Jahren mehr Flächen im Rathaus benötige. Daraufhin habe die Volksbank Susanne Wolsing das Angebot gemacht. Im Obergeschoss des Hauses werden zwei Wohnungen mit nach hinten gerichteten Dachterrassen gebaut. Lagerflächen für alle Mieter wird es im Teilkeller geben. Erhalten bleiben alle Parkplät ze entlang des Alten Postwegs – 12 bis 14 können es je nach Markierung sein. Komfortable Parkplätze seien sowohl fürs schnelle Geldziehen als auch fürs Brötchen holen wichtig, sagt Terstegen. Das sei bei den Kunden eine „Frage der Bequemlichkeit“. Terstegen rechnet damit, dass der Bauantrag durchgeht. Dann könnten Anfang September die Abrissbagger rollen. „Wir hoffen, nach einer Bauzeit von 15 Monaten fertig zu sein. Zielsetzung ist Ende 2020, gerne aber früher“, sagt Terstegen. Doch die Bauunternehmen seien weiterhin gut ausgelastet.

geschrieben von Eva Dahlmann für das BBV.

Masterstudiengang erfolgreich abgeschlossen

„Man kann nicht nicht kommunizieren“

Dieser berühmte Satz des Wissenschaftlers Paul Watzlawick spiegelt wider, worum es im Berufsalltag einer Logopädin geht. Das Ziel ist die Korrektur der auffälligen Kommunikation. Dazu zählen zum Beispiel Fehler in der Aussprache, dem Satzbau oder ein reduzierter Wortschatz.

Über die „Standardinhalte“ hinaus gibt es aber noch weitere Bereiche, wie die Sprecherziehung und Sprechwissenschaft sowie die Rhetorik, die unsere Kollegin Sabrina Ueberschär gefesselt und zum Weiterstudiengang „Speech Communication and Rhetoric“ (zu Deutsch „Mündliche Kommunikation und Rhetorik“) in Regensburg motiviert haben. Parallel dazu hat Sie die Prüfung zum Sprechererzieher der Deutschen Gesellschaft für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung (DGSS) abgelegt.

„Das Studium ergänzt und erweitert meine logopädische Arbeit enorm. Zu den Inhalten zählten neben den Grundlagen (mündliche Kommunikation, Physiologie des Sprechens, Stimmbildung) auch die Themen „Rhetorik des Gesprächs“, „Kommunikation und Führung “, „Interkulturelle Kommunikation “, „Didaktik und Methodil der Rederhetorik“ und „Gesprächsrhetorik“.“

Als Specherzieher und Trainer für mündliche Kommunikation und Rhetorik geht es nicht darum, eine Störung zu beheben, sondern vorhandene sprachliche, sprecherische, stimmliche und rhetorische Funktionen zu optimieren und auszubauen. Ziel ist das Gelingen der Kommunikation im Alltag oder im Beruf. Konkrete Inhalte sind z.B. das Erlernen der richtige Atemtechnik, der korrekten hochdeutschen Aussprache sowie Ausbau der Rede- und Gesprächsfähigkeit.

Aufgrund des neu erworbenen Fachwissens, dass natürlich auch meinen therapeutischen Alltag bereichert, dürfen Sie sich in nächster Zeit auf zusätzliche Angebote in unserer Praxis freuen. Wenn Sie z.B. Fragen oder Interesse bezüglich Rhetorik oder Belastbarkeit der Stimme im Berufsalltag haben, zögern Sie nicht, Kontakt mit uns aufzunehmen.

Wir Unterstützen Sie gerne!

Kinesio-Taping in der Logopädie

Aus der Sportwelt sind die farbigen Klebestreifen bekannt. Viele Sportler versuchen, mit Hilfe des Tapes die Muskelaktivität zu optimieren, bestimmte Bewegungen zu unterstützen oder Beschwerden zu lindern.

Auch in der Logopädie kann das Tapen eine gute Unterstützung der Therapie bieten: In der Stimmtherapie erreichen wir mit Hilfe des Tapes eine Lockerung verspannter Muskeln im Schulter – und Halsbereich. Dies ist eine wichtige Basis, bevor gezielte Stimmübungen durchgeführt werden können. Unsere bisher angewandten Entspannungs- und Massagetechniken werden so durch eine weitere Möglichkeit ergänzt. In der ‚Myofunktionellen Therapie‘ lernen Kinder und Jugendliche, ihre zu schwache Gesichtsmuskulatur gezielter und kraftvoller zu bewegen. So werden kieferorthopädische Behandlungen unterstützt und Fehlfunktionen, wie das dauerhafte Atmen durch den Mund oder fehlerhaftes Schlucken gegen die Frontzähne, abgebaut. Bei manchen Patienten nutzen wir die Tapes zur Anbahnung bestimmter Bewegungen, die ohne die Unterstützung nicht möglich sind. Auch kann durch die Anlage der Tapes bei schwer kranken Menschen, die nur eingeschränkt in der Lage sind eigenständig und aktiv mit zu üben, der Speichelfluss gelindert oder die Zungenlage positiv beeinflusst werden.

Des weiteren können Tapes Menschen mit Lähmungen im Gesicht unterstützen. Ein hängender Mundwinkel kann zum Beispiel hochgezogen und der Mundschluss unterstützt werden.  Auch bei Schwierigkeiten mit dem Lidschluss kann das Tape eine gute Alternative zu anderen Hilfsmitteln sein.

Natürlich muss gerade im Gesicht das Anlegen von Tapes sehr genau und sorgfältig  erfolgen. Die Muskeln sind sehr klein, liegen nah beieinander und Fehler verursachen ein unangenehmes Ziehen. Außerdem tritt der Effekt nur bei fehlerfreier Anlage ein. Die Tapes  werden  entweder im Rahmen der Therapie bei Übungen kurzzeitig aufgeklebt oder können, je nach Indikation, auch übert einige Tage an der entsprechenden Stelle verbleiben. Um die Qualität der Tape-Anlage sicherzustellen, hat Susanne Wolsing Ende letzten Jahres eine mehrtägige Fortbildung bei der K-Taping Akademie in Dortmund absolviert. Sabrina Elschenbroich (Foto) wird in Kürze ebenfalls dieses Seminar besuchen. Wir freuen uns, mit dieser Therapiemethode eine weitere Möglichkeit anbieten zu können, die Behandlungen effektiv und erfolgreich durchführen zu können.

Das Anlegen der Tapes erfolgt im Rahmen der logopädischen Therapie und ist somit eine Leistung, die von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird.

Bei Fragen zur Logopädie im Allgemeinen oder zum Tapen im Speziellen,  zögern Sie nicht,  sich an uns zu wenden.

Neurofunktionstherapie in der Logopädie

Die Logopädische Praxis Wolsing ist seit Kurzem um drei Fachtherapeutinnen im Bereich der Neurofunktions!therapie (NF!T®) reicher. Diese Therapie ist eine ganzheitlich orientierte Behandlungsmethode, die bei vielen logopädischen Störungsbildern Anwendung finden kann.

Das Besondere an der Neurofunktions!therapie ist, dass sie auch ohne aktives Zutun des Patientien zu einer verbesserten Körperwahrnehmung und -motorik führt. So können z.B. muskuläre Dysbalancen ausgeglichen werden. Davon profitieren können v.a. Patienten mit kieferorthopädischen Problemen aufgrund einer schwachen Zungen- und Mundmuskulatur. Auch bei einem offenen Biss infolge von zu intensivem Nuckeln am Daumen oder am Schnuller kann die NF!T® beispielsweise eingesetzt werden. Weitere Behandlunsgebiete sind u.a. Sprachentwicklungsstörungen, Schwierigkeiten beim Lernen oder auch neurologische Schluckstörungen. Bei Erwachsenen kann durch Übungen ein verstärkter Würgereiz z.B. bei zahnärztlichen Behandlungen abgebaut werden.

Das Programm ist aufgeteilt in vier Behandlungsbereiche : Mund, Augen, Hände und Körper. Dabei können diese einzeln oder bei Bedarf auch parallel behandelt werden. Die Behandlung findet dabei, je nach Übung, entweder im Sitzen oder im Liegen statt. Insbesondere im Bereich Mund werden zur Therapie einfache Gegenstände wie z.B. eine Zahnbürste eingesetzt, um gezielt Reize zu setzen und das Gewebe zu stimulieren.

Begründerin dieser Therapieform ist die Logopädin Elke Rogge, die bereits seit 1983 in eigener Praxis tätig ist. Wegen der bahnbrechenden Erfolge bei ihrer eigenen Arbeit entwickelte sie mit der Zeit das heute bekannte NF!T®-Programm. Schon einige Jahre bietet sie auch Fortbildungen hierzu an, welche die Praxisinhaberin Susanne Wolsing bereits 2016 erfolgreich besucht hat.

Seit März diesen Jahres dürfen sich auch ihre Mitarbeiterinnen Jennifer Beckmann, Brigitte Wüpping und Hannah Schlusemann zertifizierte NF!T®-Therapeutinnnen nennen. In einer 5-tägigen Fortbildung wurden Ihnen die wisschenschaftlichen Hintergründe der NF!T® erläutert und die darin eingesetzten Übungen in praxisnahen Workshops intensiv erarbeitet.

Bei Fragen und Interesse stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

LAXVOX

Vor 10 Jahren wurden die LAXVOX-Übungen in Finnland von Marketta Sihvos entwickelt, nun haben auch wir diese Methode als Ergänzung zu den übrigen Ansätzen in der Stimmtheraphie kennengelernt und sind begeistert!

Man nehme eine 0,5 Liter Plastikflasche, befülle sie 3 Finger hoch mit Wasser, stecke eine Silikonschlauch in die Flasche und töne auf „hu“ in den Schlauch, das ist schon alles. Wie genau die Übung durchgeführt werden muss kann jeder sich auf http://www.laxvox.de anschauen. Dort gibt es Videos, die genaue Funktionsweise der Übungen und deren Abläufe werden erklärt und es gibt überzeugende „vorher-nachher“-Beispiele.

Laxvox

LAXVOX kann bei nahezu allen Stimmproblemen angewandt werden und hat tolle Effekte:

  • gereizte oder auch geschädigte Schleimhäute oder Stimmbänder können schneller regeneriert werden
  • ein vollständiger Stimmlippenschluss und damit eine klare, wohlklingende Stimme können zügig erreicht werden
  • die Stimmlautstärke und Resonanz nehmen zu, anstrengungsfreies Sprechen wird (wieder) möglich
  • ein eventuelles Fremdkörpergefühl im Hals wird abgebaut
  • die Atmung wird „automatisch“ vertieft
  • Schleim in Nebenhöhle, Rache und Lunge wird gelöst

Die genaue Wirkungsweise zu erklären, sprengt den Rahmen dieses Artikels. Vereinfacht erklärt, wird die Luftsäule, die sich im Schlauch und im Hals- und Rachenraum befindet, durch das „Blubbern“ in Schwingung versetzt und so eine positive Wirkung direkt auf die Stimmbänder ausgeübt. Das Gewebe im gesamten Mund- und Halsbereich wird gelockert, besser durchblutet und entspannend massiert. Der entspannde Effekt wurde natürlich zunächst im Team getestet und als sehr positiv erfahren. Ebenso hat der Chor „Cantamus“ die Übung im Rahmen des Intensivprobenwochenendes getestet und für gut befunden.

LAXVOX
Probenwochenende des Chors Cantamus: Mit der Morgensonne im Gesicht an der Xantener Nordsee wurde die Stimme „in Form“ gebracht. Wie man sieht, eine sehr entspannende Angelegenheit!

Falls Sie einen Sprechberuf ausüben, Ihnen das Sprechen häuftig anstrengend wird und Sie nach einer einfachen Methode suchen, sich Entlastung zu verschaffen, zögern Sie nicht, Kontakt mit uns aufzunehmen. Wenn Sie in einem Chor singen und nach der Probe regelmäßig heiser sind, kann LAXVOX für Sie das Richtige sein, dauerhafte Stimmprobleme zu vermeiden. Falls Sie Interesse an LAXVOX haben und eine persönliche Einweisung wünschen, melden Sie sich gerne bei uns. Es besteht sowohl die Möglichkeit einer individuellen Beratung wie auch die eines „Gruppentrainings“, weitere Informationen erhalten Sie ebenfalls auf unserer Homepage.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit und viel Freude beim Singen! Ihr Team der Praxis für Logopädie

Verbale Entwicklungsdyspraxie (VED) – Was ist das?

Im Bereich der Artikulationstherapie bei Kindern unterscheiden wir zwischen phonetischen Lautfehlbildungen wie z.B. dem Lispeln (Sigmatismus) und den phonologischen Aussprachestörungen (Kanne zu Tanne). Des Weiteren gibt es eine dritte, sehr ausgeprägte Aussprachestörung, die Verbale Entwicklungsdyspraxie (VED).

Der Begriff Verbale Entwicklungsdyspraxie bedeutet die Unfähigkeit, sinnvolle Handlungen auszuführen, obwohl keine Bewegungsstörung, Sinnesbeeiträchtigung, Störung des Sprachverständnisses oder geistige Behinderung vorliegt. (Schulte-Mäter, 1996)

Im Gegensatz zu den anderen Aussprachestörungen gibt es zur Erkennung noch kein standardisiertes Diagnostikverfahren. In unterschiedlichen Studien wird belegt, dass Jungen dreimal so häufig von VED betroffen sind als Mädchen. Amerikanische Studien von 1997 zeigen, dass 1% der Kinder eine VED aufweisen. Auf Rhede bezogen sind dies ungefähr 30 Kinder in unserem Stadtgebiet.

Kinder mit einer VED zeigen meist ein sehr eingeschränktes Lautinventar, oder ihre Aussprache besteht überwiegend aus Vokalen, so dass sie häufig unverständlich sprechen. In der Sprachentwicklung fallen diese Kinder rückwirkend als ruhige und stille Babys auf, die wenig bis gar nicht gebrabbelt oder lautiert haben. Der eigentliche Sprechbeginn (ca. 12 Monate) ist oft verspätet und erschwert. Auch der Anstieg des Wortschatzes und die Bildung von Sätzen werden negativ beeinflusst. Wegen der verminderten Verständlichkeit werden Kinder mit einer VED häufig ausgegrenzt. Das Nicht-Verstanden-werden führt zu Sprechabbrüchen und sprachlichem Rückzug, was sich auch negativ auf die sozial-emotionale Entwicklung des Kindes auswirken kann.

VED

Eine unbehandelte VED kann sich nachteilig auf die gesamte Sprach- und Sprechentwicklung auswirken, so dass als Folge langfristig auch eine Lese- und Rechtschreibstörung entstehen kann. Um dieses zu vermeiden und die Sprach- und Sprechentwicklung des Kindes zu unterstützen, ist eine langfristige und intensive logopädische Therapie erforderlich. Zur Behandlung dieser Symptome gibt es verschiedene Therapiemethoden, u.a. KoArt, die Assoziationsmethode nach McGinnis, TAKTKIN oder VEDiT. In unserer Praxis behandeln wir nach TAKTIN und VEDiT. TAKTKIN ist eine Methode, bei der mittels bestimmter Handgriffe die Therapeutin im Gesicht des Kindes die Sprechbewegung unterstützt. Bei VEDiT (Verbale Entwicklungsdyspraxie intensiv Therapie) wird mit dem phonembestimmten Manualsystem (PMS) die Artikulation in Kombination von Handzeichen, Mundbild und dazu gehörigen Buchstabenkarten erarbeitet.

Unsere Kollegin Kornelia Peters hat sich in vielen Fortbildungen spezialisiert. Sie ist inzwischen zertifizierte TAKTIN-Therapeutin. Die Eltern sollten zur Unterstützung jeden Tag ein 5-minütiges Training durchführen. Des Weiteren kann es zur Entlastung der Alltagskommunikation sinnvoll sein, vorübergehend ein Kommunikationsbuch anzulegen. Dort sind die Eltern und wichtige Personen, Erlebnisse und Gefühle dargestellt und das Kind kann auf Dinge zeigen, die es sonst nur unverständlich äußern kann.

Die Problematik der VED ist nicht die häufigste Störung, die wir behandeln. Die davon betroffenen Kinder sind wegen des Ausmaßes und der Hartnäckigkeit der Störung aber besonders stark in ihrer Kommunikationsfähigkeit eingeschränkt. Es ist daher für alle Beteiligten immer wieder eine große Freude, wenn wir die Kinder nach jahrelanger Therapie als geheilt entlassen können.

Falls Sie weitere Fragen zur Verbale Entwicklungsdyspraxie haben, zögern Sie nicht, Kontakt mit uns aufzunehmen. Wir beraten Sie gerne!